Kirchenthumbach

Bundestagsabgeordneter Uli Grötsch zu Besuch in Kirchenthumbach

 – „Frischer Wind“ im Rathaus

MdB Uli Grötsch (SPD) findet bei seinem Besuch im Kirchenthumbacher Rathaus deutliche Worte zum Thema Leerstand in den Ortskernen und der geplanten Ortsumgehung – Großes Lob für Bürgermeister Kürzingers „Elan“

Kirchenthumbach. (dfr) Einen Besuch stattete der SPD-Bundestagsabgeordnete Uli Grötsch der Kirchenthumbacher SPD-Fraktion im Rathaus ab. Er ließ sich von Bürgermeister Kürzinger und den Marktgemeinderäten Jan Wiltsch, Manfred Schaller und Dominik Brütting auf den neuesten Stand bringen, was aktuell in Kirchenthumbach geschieht und ansteht. Aber auch er selbst hatte zu gewissen kommunalen Themen seine eigene Meinung.

Zu Beginn des Gesprächs gab Bürgermeister Jürgen Kürzinger dem Bundestagsbgeordneten aus Waidhaus einen Überblick über bereits abgeschlossene und laufende Projekte wie z.B. der Breitbandausbau, welcher im Sommer diesen Jahres vor dem Abschluss steht. Zudem appellierte er an die Bürgerinnen und Bürger der Marktgemeinde, dass man mit ihm und seinem Gremium geduldig sein solle mit Erfolgen. „Wir können nicht alles auf einmal erledigen, aber wir sind auf einem guten Weg“, betonte er. Ebenfalls betonte das Marktoberhaupt, das die zu Kirchenthumbach gehörenden Dörfer die letzten Jahre deutlich benachteiligt wurden und sich hauptsächlich auf Kirchenthumbach selbst konzentriert wurde. „Dies wolle man für die weitere Zukunft deutlich ändern“, mahnte er an.

Grötsch lobte die sehr gute Zusammenarbeit mit dem Kirchenthumbacher Rathaus und zeigte sich von Kürzingers „Elan“ beeindruckt. „Hier hat sich in den letzten eineinhalb Jahren einiges getan. Jürgen du traust dich was“, sagte er im Bezug auf die kommunale Arbeit im Rathaus. Auch von den vielen neuen Mitgliedern im Marktgemeinderat ist Grötsch begeistert. „Dies bringt auf jedenfall frischen Wind, auch wenn aller Anfang schwer ist“, so Grötsch.

Thematisiert wurde auch die geplante Ortsumgehungstrasse. Diese sei in Kirchenthumbach laut Meinung von Grötsch über kurz oder lang „unumgänglich“. „Wenn man die Umgehung bauen will, dann sollte dies in naher Zukunft geschehen, da jetzt die finanziellen Mittel seitens des Staates bzw. der Regierung zur Verfügung stehen“ so Grötsch. Er hoffe auf eine schnelle Umsetzung der Trasse ohne weitere größere Verzögerungen.

Leerstände im Ortskern besser ausnutzen

Auch die Problematik mit den Leerständen in den Ortskernen kam zur Debatte. „Nicht nur in Kirchenthumbach, sondern im ganzen Landkreis gibt es Probleme mit „aussterbenden“ Ortskernen“, sagte Grötsch. Der Stadtumbau West stehe hier in der Verantwortung, dem vorzubeugen. Anders als beim Stadtumbau Ost in den neuen Bundesländern, ist es hier noch nicht möglich, das der Staat leerstehenden Wohnraum kaufen könne um diesen an interessierte Bürgerinnen und Bürger weiterzuvermieten bzw. zu verkaufen. Hier werde sich der Abgeordnete aber gezielt dafür einsetzen das dies in Zukunft auch im Stadtumbau West möglich ist. Grötsch informierte sich bei der Kirchenthumbacher SPD-Fraktion auch über die hausärztliche Situation im Ort. Jan Wiltsch berichtete dass es aktuell noch keine Probleme gibt, da sich aktuell zwei Allgemeinmediziner und ein Zahnarzt im Ort befinden. „Wie es allerdings in fünf Jahren aussieht, kann man aktuell nicht sagen, da es immer schwerer wird junge Ärzte auf das Land zu bekommen“, so der junge Marktgemeinderat.

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Im Anschluss an das Gespräch begab sich die Gruppe noch in das neue geplante Baugebiet Sandbrunnen IV auf der Höhe von Burggrub. Kürzinger informierte den Abgeordneten, „dass man hier endlich wieder ein eigenes gemeindliches Baugebiet mit 15 Parzellen erschließen könne, wo man „die preislichen Zügel selbst in der Hand habe und nicht auf den Verkauf von Grundstückseignern angewiesen sei“.

Zum Abschluss bedankte sich der Abgeordnete nochmals für die gute Zusammenarbeit und betonte das man ihn bei Problemen und Fragen jederzeit kontaktieren könne.
Foto: Dominik Fraunholz